Schwere Nebenwirkungen
Generika-Alarm: Studie warnt vor Medikamenten aus diesem Land
- Veröffentlicht: 07.03.2025
- 12:45 Uhr
- Joachim Vonderthann
Generika sind wichtige Alternativen zu Originalmedikamenten. Doch eine US-Studie hat jetzt gefährliche Risiken bei bestimmten Präparaten entdeckt.
Generika spielen eine entscheidende Rolle im Gesundheitswesen, da sie kostengünstige Alternativen zu teuren Originalmedikamenten bieten. Sie sind besonders wertvoll für ärmere Länder, da sie den Zugang zu lebenswichtigen Wirkstoffen ermöglichen. In Deutschland stammen mehr als zwei Drittel der eingenommenen Generika aus Asien, vor allem aus Indien und China. Doch eine neue US-Studie wirft ein beunruhigendes Licht auf die Sicherheit dieser Medikamente.
Generika können sogar zum Tod führen
Die Untersuchung, die auf "SageJournals" veröffentlicht wurde, analysierte 2.443 Generika und kam zu dem Ergebnis, dass in Indien hergestellte Präparate 54 Prozent mehr schwerwiegende Nebenwirkungen aufweisen als solche aus den USA. Zu den dokumentierten "unerwünschten Ereignissen" gehörten Krankenhausaufenthalte, Behinderungen und in einigen Fällen sogar Todesfälle, wie "T-Online" aus der Studie zitiert.
Besonders ältere Präparate betroffen
Besonders alarmierend sei, dass diese Ergebnisse bei älteren und eigentlich ausgereiften Generika auftraten, die bereits länger auf dem Markt sind. John Gray, einer der Co-Autoren der Studie, erklärte: "In der Pharmaindustrie werden die älteren Medikamente immer billiger und der Wettbewerb um die Kosten wird intensiver." Dies kann demnach zu Betriebs- und Lieferkettenproblemen führen, die wiederum die Qualität der Medikamente negativ beeinflussen können.
Die Studienautoren rufen die US-Gesundheitsbehörde FDA dazu auf, die Ursachen für diese Unterschiede gründlich zu untersuchen. Trotz der alarmierenden Ergebnisse betonen sie, dass nicht alle Hersteller pauschal verurteilt werden sollten. Es gebe sowohl "gute Hersteller in Indien" als auch "schlechte Hersteller in den USA".
- Verwendete Quellen:
- "T-Online": "Vorsicht vor diesen Medikamenten"